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AKTUELL

28./29. Mai – Eröffnung der Ausstellung Patrick Tresset
Samstag, 28. Mai 2022 | 16.00 -19.00 Uhr // Sonntag, 29. Mai 2022 | 12.00 -16.00 Uhr
28. Mai ab 18:30 – Vortrag und Gespräch mit Prof. Zachary Goldberg / Ethics Innovation Manager, Nico Zeifang / Kunstsammler und Galerist und PATRICK TRESSET / KÜNSTLER

Patrick Tresset – Human Study #1 + Human Study #2

Der in Brüssel lebende Künstler Patrick Tresset (*1967) entwickelt und präsentiert theatralische Installationen, in denen Roboter als zeichnende Maschinen auftreten. Er verwendet dabei computergestützte Systeme, die das Wesen künstlerisch-expressiver Ausdrucksformen erforschen und simulieren, um sie dann unmittelbar in das Tun und die Aktionen der Maschinen einzubringen. Diese scheinen in der Folge menschliches Verhalten zu imitieren, agieren dabei aber absolut autonom und individuell. Der/Die Betrachter*in vergleicht so das Handeln der Roboter unwillkürlich mit eigenen Wesenszügen – wobei deren archaisch-mechanisches Erscheinungsbild in den Hintergrund tritt und sie schließlich wie echte „Lebewesen“ wirken.

Tresset, ursprünglich Maler und Zeichner, gehört zu einer Generation von Künstler*innen, die aus der Computerabteilung des Goldsmiths College in London hervorgegangen sind. Dort leitete der gebürtige Franzose ein Projekt das darauf abzielte, den Prozess des Zeichnens zu analysieren und zu modellieren, um damit seine innere Struktur zu verstehen. 

Patrick Tresset hat Forschungsarbeiten in den Bereichen Computerästhetik, soziale Robotik, Zeichenforschung und künstliche Intelligenz veröffentlicht.

Seit 2011 werden seine Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem in Zusammenarbeit mit bedeutenden Museen wie dem Centre Pompidou (Paris), der Prada Foundation (Mailand), der Tate Modern (London), dem MMCA (Seoul), dem Grand Palais (Paris), dem BOZAR (Brüssel), dem TAM (Peking), dem McaM (Shanghai) und dem Mori Museum (Tokio). Seine Installationen wurden zudem mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht (Lumens, Ars Electronica, NTAA, Japan Media Festival).

patricktresset.com/new/


Human Study #2 by Patrick Tresset / Artistes & Robots, Grand Palais on Vimeo

Drawing robots 5RNP by Patrick Tresset, Variation media art fair 2015 on Vimeo
Speaker für Vortrag und Gespräch:
Prof. Zachary Goldberg / Ethics Innovation Manager

Zachary Goldberg (43) ist gebürtiger US-Amerikaner und hat in den USA in Moralphilosophie promoviert. Er hatte für drei Jahre eine Post-Doktorandenstelle am Lehrstuhl für Praktische Philosophie an der Universität Regensburg inne. 2019 habilitierte er sich an der LMU in München, auch am Lehrstuhl für Praktische Philosophie und Ethik, mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft über „Das Böse“.

Zachary Goldberg thematisiert darin die Frage, was der Unterschied ist zwischen bösartigen und schlechten Handlungen, wer die Verantwortung für das Böse trägt und wie eine Gesellschaft mit dem historischen Bösen zurechtkommen kann.

Seit seiner Habilitation arbeitet er als Ethics Innovation Manager bei „Trilateral Research“ mit Hauptsitz in London. Zweck der Firma ist ethische Forschung mit Nachhaltigkeit und Wirkung auf die Gesellschaft. Der Schwerpunkt seiner Forschung und Arbeit ist die Ethik der KI.

Goldberg lebt mit seiner Familie in Regensburg.

Nico Zeifang / Kunstsammler und Galerist

Nico Zeifang sammelt seit über 15 Jahren Kunst und hat mit seiner Frau Katherina die PULPO GALLERY in Murnau am Staffelsee gegründet. Im Oktober 2023 eröffnet die Galerie im Bergson Kunstkraftwerk eine weitere Ausstellungsfläche auf mehr als 1800 qm.

Bevor er sich auf die spannende Reise als Galerist machte, war Nico Mitgründer und Vorstand der Team Internet AG, Deutschlands schnellst wachsendem Tech Unternehmen (Deloitte Fast 50 Rising Star, 2013).

Er hat Abschlüsse der London School of Economics and Political Science (MS, Accounting and Finance) und der Universität St. Gallen (BA, Business Administration and Management).

Gefördert von:


März 2022 / Öffnung nach Anmeldung

Spuren der Zeit II – Kindheit im Bayerischen Wald. Fotoausstellung und Installation mit Bildern von Burkhardt Maria Hubl.

Zum zweiten Mal ist das alte Schulhaus in Ranfels Kulisse für ein außergewöhnliches Kunstprojekt. In sieben Fenstern sind historische Fotos montiert, die Schulkinder aus dem Bayerischen Wald zeigen. 

Fotografiert hat sie der ehemalige Schullehrer Burkhardt Maria Hubl, der über 40 Jahre lang als Lehrer das Leben an verschiedenen Schulen dokumentiert hat.  1957 bis 1969 hatte er die Schulleitung  in Ranfels übernommen.

Seine Töchter Barbara und Elisabeth Hubl, die zur Ausstellungseröffnung anwesend waren, verwalten den Nachlass. Ihnen ist auch ein wertvoller Fotoband zu verdanken, der anlässlich der Ausstellung erschienen ist und für 40 Euro Schutzgebühr unter kontakt@burg-ranfels.de bestellt werden kann.

Die Ausstellung ist auch für den Besuch von Schulklassen geeignet.

Das Familienarchiv der Familie Hubl aus Ranfels stellte sich beim Stöbern als wahrer Schatz heraus. In vielen Kisten fanden sich nicht nur außergewöhnliche Fotos, die das Schulleben im Bayerischen Wald dokumentieren. Zum Vorschein kam auch eine liebevoll gestaltete Dokumentation über die Schule in Ranfels, in der mit viel Humor bauliche Mängel kommentiert werden, sowie mehrere Daumenkinos von historischem Wert. Diese Fundstücke sind dem ehemaligen Dorfschullehrer Burkhardt Maria Hubl aus Ranfels zu verdanken. Über 40 Jahre dokumentierte der leidenschaftliche Hobbyfotograf das Leben an verschiedenen Schulen im Bayerischen Wald. Von 1957 bis 1969 hatte der die Schulleitung in Ranfels übernommen.

Burkhardt Maria Hubl lag die Fotografie im Blut. Sein Vater Karl Hubl war ein prominenter Fotograf in Karlsbad. Mit zwei Geschäften und 18 Angestellten war das Atelier Hubl „die erste Adresse“ in der Stadt. Obwohl sich der Sohn für ein Lehramtsstudium entschied, blieb ihm die Leidenschaft für die Fotografie zeit seines Lebens. 

Die Bilder zeigen eine Reise durch 40 Jahre Schule, abseits von Lehrplan und Zensuren.

Momentaufnahmen der Freude über den Schulschluss, ein hungriger Biss in das Pausenbrot, Spielszenen auf dem Schulhof.

Installation in Ranfels
Ausstellung Wunderkammer

Vita Burkhardt Maria Hubl

  • Geboren 19.02.1934 in Karlsbad
  • Gestorben 26.05.2014 in Ranfels
  • Nach dem Studium  Volksschullehrer von 1954 – 55 in Zenching/Bad Kötzting
  • 1955-56 Haardorf/Osterhofen,
  • 1956-57  Gneiding/Landau Isar 
  • ab 1957 Schulleitung in Ranfels 
  • von 1969 bis zu seiner Pensionierung 1993 Hauptschule Schöllnach 
Burkhard M. Hubl mit Enkelin 2009
Karlsbad
Foto: Reinhard Polak

Zur Fotografie

Bis ins Jahr 2000 fotografierte Burkhardt M. Hubl  ausschließlich analog. Die Fotos wurden in der eigenen Dunkelkammer entwickelt.


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